Eine Lade voller alter Ketten, ein paar Kronen vom Zahnarzt und geerbte Münzen, deren Wert niemand kennt: Wer Zahngold verkaufen oder alten Schmuck zu Geld machen möchte, weiß oft nicht, was davon überhaupt angekauft wird. Dieser Beitrag bringt Ordnung in den Bestand: was als Bruchgold zählt, wie Zahngold bewertet wird, worin sich Anlagemünzen von Sammlermünzen unterscheiden und bei welchen Stücken ihr mit Abschlägen rechnen müsst.
Was zählt als Bruchgold?
Bruchgold ist alles aus echtem Gold, das nicht mehr getragen oder gebraucht wird: gerissene Ketten, einzelne Ohrringe, verbogene Ringe, alte Armbänder, Uhrengehäuse oder goldene Brillenfassungen. Der Zustand spielt dabei kaum eine Rolle, denn beim Bruchgold zählt der Materialwert, also Feingehalt und Gewicht.
Den Feingehalt erkennt ihr meist an der Punze, einer kleinen eingeschlagenen Zahl wie 333, 585 oder 750. Sie gibt den Goldanteil in Tausendstel an. Fehlt die Punze oder ist sie abgerieben, ist das kein Ausschlusskriterium: Ein seriöser Ankäufer bestimmt den Feingehalt mit einer fachlichen Prüfung direkt vor euren Augen.
Zahngold verkaufen: Kronen, Brücken und Inlays
Zahngold ist ein eigenes Kapitel, denn Dentallegierungen bestehen selten aus reinem Gold. Sie enthalten oft auch Platin, Palladium oder Silber, und genau diese Beimengungen können den Wert zusätzlich erhöhen. Selbst Legierungen, die gar nicht goldgelb aussehen, sind deshalb manchmal überraschend wertvoll.
Wichtig für alle, die sich beim Thema unsicher fühlen: Kronen und Brücken müssen nicht gereinigt oder von Zahnresten befreit werden. Die Aufbereitung übernimmt der Ankäufer, bewertet wird der enthaltene Edelmetallanteil. Weil dieser je nach Legierung stark schwankt, gehört Zahngold immer fachlich geprüft, etwa mit einer Röntgenfluoreszenzanalyse, bevor ein Preis genannt wird.
Anlagemünzen und Sammlermünzen: zwei verschiedene Welten
Bei Goldmünzen lohnt sich ein zweiter Blick, bevor ihr verkauft:
Anlagemünzen wie der Wiener Philharmoniker, der Krügerrand oder Dukaten werden in großen Auflagen geprägt. Ihr Wert richtet sich im Wesentlichen nach dem enthaltenen Gold und damit nach dem tagesaktuellen Goldkurs.
Sammlermünzen können deutlich mehr wert sein als ihr reiner Goldgehalt. Auflage, Prägejahr, Erhaltungszustand und Nachfrage bei Sammlern spielen hier hinein. Deshalb gilt: Lasst Münzen mit unklarer Herkunft vor dem Verkauf begutachten, statt sie vorschnell zum reinen Materialwert abzugeben. Und ganz wichtig: Münzen niemals putzen oder polieren, denn das kann einen möglichen Sammlerwert zerstören.
Was nicht angekauft wird oder nur mit Abschlägen
Nicht alles, was golden glänzt, hat Materialwert. Damit ihr mit realistischen Erwartungen kommt:
- Vergoldeter Schmuck. Hier liegt nur eine hauchdünne Goldschicht auf einem unedlen Trägermetall. Der Goldanteil ist so gering, dass sich ein Ankauf in der Regel nicht lohnt.
- Doublé und gold-filled. Auch bei diesen Verfahren ist die Goldauflage dünn. Kennzeichnungen wie „Doublé“, „plaqué“, „gold-filled“ oder Bruchangaben wie „1/10″ oder „1/20″ weisen darauf hin.
- Modeschmuck ohne Edelmetallanteil wird nicht angekauft.
- Fremdanteile werden abgezogen. Stahlfedern in Verschlüssen, Kittfüllungen in Armreifen oder eingefasste Steine gehören nicht zum Goldgewicht. Edelsteine werden gesondert bewertet, sofern sie einen eigenen Wert haben.
Im Zweifel gilt: Bringt das Stück trotzdem mit. Die Prüfung kostet nichts, und so wisst ihr sicher, woran ihr seid.
So bereitet ihr euren Bestand für die Bewertung vor
Viel Vorbereitung braucht es nicht, ein paar Handgriffe machen die Bewertung aber leichter:
- Grob vorsortieren. Trennt sicheres Gold, unklare Stücke und Münzen. So behaltet ihr selbst den Überblick.
- Punzen ansehen, aber nichts zerlegen. Ihr müsst weder Steine herauslösen noch Verschlüsse aufbrechen. Das erledigt der Fachmann schonender.
- Nichts reinigen oder polieren. Das gilt besonders für Münzen, aber auch Zahngold könnt ihr so abgeben, wie es ist.
- Unterlagen mitnehmen. Rechnungen, Zertifikate oder Etuis helfen bei der Einordnung, sind aber keine Voraussetzung.
- Lichtbildausweis einpacken. Ein seriöser Ankäufer dokumentiert jeden Ankauf, dafür wird ein Ausweis benötigt.
Fazit: Erst bewerten lassen, dann entscheiden
Ob Bruchgold aus der Schmucklade, Kronen vom Zahnarzt oder geerbte Münzen: Fast jeder unklare Bestand enthält mehr Wert, als man auf den ersten Blick vermutet. Entscheidend ist eine transparente Bewertung mit geeichter Waage, nachvollziehbarer Feingehaltsprüfung und einem Preis auf Basis des Tageskurses.
Ihr möchtet Zahngold, Bruchgold oder Münzen verkaufen und wissen, was euer Bestand wert ist? Beim Goldankauf von Juwelier Sascha in der Hütteldorfer Straße 103, 1150 Wien bewerten wir eure Stücke kostenlos, transparent und ohne Termin, mit sofortiger Barauszahlung. Kommt einfach vorbei oder kontaktiert uns für eine unverbindliche Einschätzung.
Häufige Fragen zum Verkauf von Zahngold und Bruchgold
Kann ich Zahngold mit Zahnresten verkaufen?
Ja. Kronen und Brücken müssen vorher nicht gereinigt werden, die Aufbereitung übernimmt der Ankäufer. Bewertet wird der enthaltene Edelmetallanteil, der per Analyse bestimmt wird.
Wird vergoldeter Schmuck angekauft?
In der Regel nicht. Bei vergoldeten Stücken und Doublé ist die Goldauflage so dünn, dass praktisch kein Materialwert vorhanden ist. Im Zweifel schafft eine kostenlose Prüfung Klarheit.
Woher weiß ich, ob eine Münze Sammlerwert hat?
Sicher beurteilen kann das nur eine fachliche Begutachtung. Anhaltspunkte sind Alter, Auflage und Erhaltungszustand. Bis dahin gilt: Münzen nicht reinigen oder polieren, das kann den Sammlerwert mindern.
